Fallbeispiel Megalabs

Megalabs: Fluss stabilisiert, Durchlaufzeit halbiert

Das Projekt am Pharmastandort in Montevideo verband Training, Analyse und Umsetzung über den gesamten Standort. Ziel war ein robusterer Produktionsfluss mit weniger Reibung in Planung, Freigaben und bereichsübergreifender Abstimmung.

ProduktionsplanungWertstromanalysevisuelle SteuerungSMED
Mitarbeitende von Megalabs arbeiten direkt an einem visuellen Board in Montevideo.

Das Team arbeitet direkt an der bereichsübergreifenden visuellen Steuerung in Produktion, Labor und Qualitätssicherung.

Standort
Montevideo, Uruguay
Branche
Pharma / Arzneimittelproduktion
Projektformat
3 Vor-Ort-Phasen à 14 Tage
Scope
gesamter Standort mit ca. 160 Mitarbeitenden

Ergebnisse

Ergebnisse im Überblick

Die folgenden Werte stammen aus den freigegebenen Projektunterlagen. Potenzialschätzungen bleiben separat markiert und werden nicht als bereits realisierte Wirkung verkauft.

86 Tage -> 42 Tage

durchschnittliche Durchlaufzeit pro produzierter Charge

Die mittlere Durchlaufzeit wurde über den betrachteten Produktionsfluss hinweg nahezu halbiert.

52 %

Gesamtverbesserung der Durchlaufzeit

Die Wirkung betrifft nicht nur einzelne Teilprozesse, sondern den Gesamtfluss des Standorts.

14 Reanalysen

Backlog vollständig beseitigt

Reanalysen sind laut Follow-up kein Engpass im Labor mehr.

390 Stunden

freigesetzte Produktionszeit

Die gewonnene Zeit wurde als zusätzliche nutzbare Kapazität im Standort verfügbar.

600.000+

zusätzliche Fertigprodukte ermöglicht

Die freigesetzte Kapazität wirkte direkt auf die mögliche Ausbringung.

20.000 USD

vermiedene Reanalysekosten pro Jahr

Die Einsparung ergibt sich aus dem abgebauten Reanalyseaufwand.

600.000 USD

weniger Working Capital im ersten Jahr

Die verkürzte Durchlaufzeit reduzierte gebundenes Kapital messbar im ersten Jahr.

Potenzialschätzung

fast 4 Mio. USD

potenziell ermöglichte Verkäufe durch freigesetzte Produktionskapazität

Dieser Wert ist eine Potenzialschätzung und kein bereits realisierter Umsatzbeleg.

Ausgangslage

Ausgangslage im Werk

Die Analyse machte sichtbar, warum kurzfristige Umplanung, fehlende Material- und Dokumentenverfügbarkeit und Reanalyse-Rückstände den Gesamtfluss instabil machten.

Lage 01

Die Produktionsplanung war instabil, Prioritäten änderten sich teilweise erst wenige Stunden vor Produktionsstart.

Lage 02

Der Abstimmungsaufwand lief über E-Mails, Telefonate, Excel-Dateien und zahlreiche Routinetermine statt über einen gemeinsamen Informationsstand.

Lage 03

Material, Dokumente und Freigaben waren häufig nicht rechtzeitig verfügbar und bremsten Produktion und Verpackung aus.

Lage 04

In der Qualitätskontrolle bestand ein dauerhafter Backlog von 14 offenen Reanalysen, der den Fluss zusätzlich belastete.

Vorgehen

Drei Phasen, ein Ziel

Analyse, Pilotierung und Umsetzung griffen ineinander, damit aus der Diagnose schnell wirksame Steuerung im Alltag wurde.

Phase 1

Training und Wertstromanalyse vor Ort

Das Team wurde in Wertstromanalyse und Arbeiten im Fluss trainiert. Anschließend wurden Prozesse, Schnittstellen und Hindernisse direkt im Standort aufgenommen.

Zwischenphase

Datenauswertung, Engpassanalyse und Maßnahmenstrategie

Die erhobenen Daten wurden verdichtet, Engpässe analysiert und mit dem Team in einen umsetzbaren Maßnahmenplan für den Gesamtstandort übersetzt.

Phase 2

Visuelle Steuerung in Produktion, Labor und Qualitätssicherung aufbauen

Boards, Kommunikationsprozess und feste Daily-, Weekly- und Monthly-Meetings wurden eingeführt, um Planung, Materiallage, Freigaben und Prioritäten bereichsübergreifend sichtbar zu machen.

Zwischenphase

Pilotphase auswerten und Steuerung nachschärfen

Feedback aus der Pilotierung wurde systematisch ausgewertet, damit Boardlogik, Regeln und Meetingrhythmus tragfähig im Alltag funktionieren.

Phase 3

Boards optimieren und Rüstzeitoptimierung mit SMED und 5S ergänzen

Die visuelle Steuerung wurde nachgeschärft. Parallel trainierte Andreas das Verpackungsteam in SMED und 5S und setzte das Rüstzeitprojekt gemeinsam mit dem lokalen Team um.

Andreas Rolle

Andreas im Projekt

Der Beitrag reichte von der Moderation und Datenauswertung bis zur Einführung der visuellen Steuerung und der Befähigung der Teams zur eigenständigen Weiterarbeit.

Projektleitung über Analyse-, Konzeptions- und Umsetzungsphasen hinweg.

Training des Teams in Wertstromanalyse, Arbeiten im Fluss, visuellem Management, Kanban-Prinzipien, SMED und 5S.

Moderation der Workshops und Strukturierung der Informationsaufnahme direkt im Prozess.

Datenauswertung, Engpassanalyse und Entwicklung der Gesamtstrategie gemeinsam mit dem Team.

Konzeption und Einführung der bereichsübergreifenden visuellen Steuerung samt Daily-, Weekly- und Monthly-Meetings.

Begleitung der Pilotphase, Rückkopplung der Lernergebnisse und Befähigung der Teams zur eigenständigen Weiterarbeit.

Belege

Belege aus dem Projekt

Projektbeteiligte berichten selbst über Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnisse.

Team von Megalabs vor dem Bereichsboard für Freigabe- und Release-Planung.

Externer Inhalt

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Medienhinweis

Projektvideo Megalabs

Stimmen aus Planung, Produktion und Qualitätskontrolle ergänzen die Fallstudie direkt aus dem Standort.

Video bei Vimeo öffnen
Wertstromanalyse des Standorts Megalabs in Montevideo.

Analysebeleg

Wertstromanalyse des Standorts

Die Wertstromanalyse machte sichtbar, wo Planungsinstabilität, Freigaben und bereichsübergreifende Abhängigkeiten den Fluss ausbremsen.

Produktionsboard für die visuelle Steuerung bei Megalabs.

Steuerungsbeleg

Physisches Produktionsboard

Das physische Produktionsboard diente als gemeinsamer Informationsstand für Prioritäten, Materialstatus, Freigaben und Eskalationen.

Ergänzender Beleg

Boardbeschreibung als PDF

Die ergänzende Boardbeschreibung dokumentiert Aufbau, Legende und Logik der visuellen Steuerung.

PDF öffnen

Umsetzung

Eindrücke aus der Umsetzung

Die Bilder zeigen Training, Steuerung und tägliche Arbeit im Projekt.

Workshopteam vor einer Wertstromanalyse an der Wand.

Analysearbeit vor Ort: Das Team erfasst Prozessschritte, Schnittstellen und Störungen gemeinsam und schafft ein belastbares Bild des Gesamtflusses.

Team von Megalabs vor einem Bereichsboard für Freigabe- und Release-Planung.

Bereichsübergreifende Steuerung: Produktion, Labor und Qualitätssicherung arbeiten an demselben sichtbaren Takt statt über verteilte Einzeldateien.

Daily Meeting am Produktionsboard bei Megalabs.

Umsetzung im Alltag: Das Daily am Produktionsboard schafft einen klaren Rhythmus für Entscheidungen, Eskalationen und nächste Schritte.

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