Workshops / Gemba und Sprint

Gemba und Sprint

Der Workshop verbindet Gemba Walk, strukturierte Potenzialaufnahme und sprintartige Umsetzung. Er ist geeignet, wenn Probleme im Prozess sichtbar sind, Verbesserungen aber im Alltag versanden oder Führung zu wenig direkt am Ort des Geschehens arbeitet.

Formatperspektive

Konkretes Format statt strategischem Haupteinstieg

Dieses Format ist ein konkret buchbarer Workshop. Wenn daraus ein größerer OpEx-Aufbau, Beratungsbedarf oder zusätzlicher Qualifizierungsbedarf entsteht, schließen OpEx-Aufbau und Academy daran an.

Team vor einem visuellen Steuerungsboard im Produktionsumfeld.

Gemba und Sprint verbindet Beobachtung im Prozess mit visueller Steuerung und direkter Nachverfolgung im Team.

Format
Workshop
Dauer
3 Tage Standard
Zielgruppe
Shopfloor-Führung, Schichtführung und bereichsnahe Verbesserungsteams

Durchführung

Wie dieses Format typischerweise durchgeführt wird

Präsenz Standard

Operative Workshops greifen überwiegend direkt im Bereich ein. Online-only wird in diesem Pass bewusst nicht als Standard zugesagt.

Warum nicht online-only

Beobachtung im Prozess, sichtbare Abweichungen und direkte Umsetzung leben von Arbeit vor Ort.

Passender nächster Schritt

Workshop-Anfrage oder Erstgespräch

Für wen / Wann sinnvoll

Zielgruppe, Nutzen und passende Kontexte

Die folgenden Signale helfen bei der Erwartungsklärung: für wen das Format gedacht ist, wann es besonders passt und in welchen Lagen eher ein anderes Format sinnvoller ist.

Für wen

  • Meister, Schichtführer und Teamleiter
  • Shopfloor-Führungskräfte
  • Lean- / Operational Excellence-Verantwortliche
  • Bereichsnahe Verbesserungsteams

Passend, wenn

  • Es besteht der Wunsch, schnell sichtbare Verbesserungen zu erzielen
  • Führungskräfte sollen stärker in die Prozessverbesserung eingebunden werden
  • Einfache bis mittlere Potenziale sollen identifiziert und umgesetzt werden
  • Eine strukturierte Vorgehensweise für Gemba Walks fehlt
  • Teams sollen befähigt werden, selbstständig Verbesserungen umzusetzen

Typischer Nutzen

  • Klar strukturierte Vorgehensweise für Gemba Walks
  • Direkte Identifikation von Verschwendung im Prozess
  • Priorisierte Maßnahmenliste mit klarer Umsetzungslogik
  • Aufbau eines PDCA-Boards zur Steuerung der Umsetzung
  • Erste umgesetzte Quick Wins bereits im Workshop
  • Befähigung der Teams, Gemba Walks eigenständig durchzuführen

Eher nicht

  • Es soll ein gesamter Wertstrom analysiert und optimiert werden
  • Es geht um komplexe End-to-End-Prozesse mit vielen Beteiligten
  • Der Fokus liegt auf Engpassanalyse oder strategischer Neuausrichtung
  • Es wird eine tiefgehende Prozessanalyse statt schneller Umsetzung gesucht

Typische Ausgangslagen

Ausgangslage 01

Probleme im Prozess sind bekannt, werden aber nicht systematisch angegangen

Ausgangslage 02

Verbesserungsideen entstehen, versanden aber im Tagesgeschäft

Ausgangslage 03

Führungskräfte sind selten direkt im Prozess und haben wenig Transparenz

Ausgangslage 04

Verschwendung ist sichtbar, wird aber nicht strukturiert bearbeitet

Ausgangslage 05

Maßnahmen werden begonnen, aber nicht konsequent umgesetzt

Ausgangslage 06

Es fehlt eine klare Routine für kontinuierliche Verbesserung

Einordnung

Das Format ist als konkret buchbarer Workshop gedacht. Wenn daraus ein größerer OpEx-Einstieg, Review-Takt oder weiterer Kompetenzaufbau entstehen soll, werden Unternehmen und Academy gezielt angebunden.

Ablauf

Wie das Format abläuft

Gemba und Sprint startet bewusst im realen Prozess. Beobachtung, Lean-Grundlogik, Priorisierung und erste Umsetzung greifen direkt ineinander, damit aus bekannten Problemen eine sichtbare Verbesserungsroutine wird.

01

Vorbereitung

Abstimmung der Zielsetzung mit dem Auftraggeber Auswahl eines geeigneten Bereichs oder Prozesses für den Gemba Walk Zusammenstellung eines bereichsübergreifenden Teams Definition eines klaren Arbeitsauftrags für den Workshop

02

Durchführung

Einführung in Lean-Prinzipien und Verschwendungsarten Schulung der Teilnehmenden im Gemba Walk (Beobachtung, Fragetechniken, Verhalten im Prozess) Vermittlung der PDCA-Logik (Plan – Do – Check – Act) Erklärung der Methoden zur Potenzialanalyse (Brainwriting, Strukturplan, Know-how-/Raum-Matrix) Durchführung eines realen Gemba Walks im Prozess Strukturierte Aufnahme von Beobachtungen und Potenzialen Gemeinsame Auswertung der Erkenntnisse im Team Strukturierung der Potenziale mittels Brainwriting Klassifizierung der Potenziale anhand von Nutzen und Umsetzbarkeit Identifikation von Quick Wins und weiterführenden Themen Ableitung konkreter Maßnahmen Aufbau eines PDCA-Boards zur Steuerung der Umsetzung Zuweisung von Verantwortlichkeiten Umsetzung erster Maßnahmen direkt im Workshop Definition nächster Schritte und weiterer Gemba Walks

03

Auswertung / Priorisierung

Bewertung der Potenziale nach Nutzen und Umsetzbarkeit Priorisierung in: Quick Wins (hoher Nutzen, leicht umsetzbar) Maßnahmen im Tagesgeschäft komplexere Themen mit weiterem Klärungsbedarf Erstellung eines klaren Maßnahmenplans Festlegung eines Review-Rhythmus

Was danach vorliegt

Ergebnisse, die weitere Verbesserung möglich machen

Nach dem Gemba und Sprint liegt nicht nur eine Analyse vor, sondern eine Arbeitsgrundlage, mit der Entscheidungen, Umsetzung und Folgearbeit direkt anschließen können.

Ergebnis 01

Strukturierte und priorisierte Maßnahmenliste

Ergebnis 02

Aufgebautes und initial genutztes PDCA-Board

Ergebnis 03

Klar definierte Verantwortlichkeiten für Maßnahmen

Ergebnis 04

Festgelegter nächster Gemba Walk

Ergebnis 05

Definierter Review-Rhythmus zur Steuerung der Umsetzung

Ergebnis 06

Bereits umgesetzte Quick Wins aus dem Workshop

Wirkung im Alltag

  • Führungskräfte arbeiten näher am Prozess
  • Probleme werden frühzeitig erkannt und bearbeitet
  • Verbesserungen werden konsequent umgesetzt statt vertagt
  • Teams entwickeln eine Routine für kontinuierliche Verbesserung

Wie es danach weitergehen kann

Gemba-Routine und Führungsarbeit stabilisieren

Nach dem Workshop geht es darum, die neue Gemba- und PDCA-Logik nicht als Aktion stehen zu lassen, sondern in eine wiederkehrende Shopfloor-Routine zu überführen.

  • Weiterarbeit am PDCA-Board zur Umsetzung der Maßnahmen
  • Regelmäßige Review-Termine (wöchentlich oder zweiwöchentlich)
  • Moderation und Coaching durch Penta-Plan im digitalen PDCA-Board
  • Unterstützung bei der Bearbeitung komplexerer Maßnahmen
  • Verknüpfung mit visuellem Management im Shopfloor
  • Einbindung der Mitarbeitenden über visuelle Steuerung (z. B. Kanban-Boards)
  • Integration in eine übergeordnete Verbesserungsinitiative

Wofür diese Begleitung sorgt

  • Maßnahmen werden konsequent umgesetzt und abgeschlossen
  • Offene Themen werden strukturiert weiterbearbeitet
  • Führungskräfte behalten Transparenz über Fortschritt und Prioritäten
  • Mitarbeitende werden stärker in die Verbesserung einbezogen
  • Die Gemba-Routine wird nachhaltig im Alltag verankert

Die Weiterarbeit ist optional. Das Team ist nach dem Workshop in der Lage, eigenständig mit den Ergebnissen zu arbeiten und die Methode selbst anzuwenden.

Fallbeispiel Verpackung

Schichtführung direkt an der Linie in die Umsetzung bringen

Im Unternehmen lief bereits eine größere Verbesserungsinitiative: Die Ergebnisse waren sichtbar – erste Verbesserungen wurden erreicht. Gleichzeitig zeigte sich eine typische Lücke: Die operative Führungsebene war zwar Teil der Organisation – aber nicht aktiv Treiber der Verbesserung. Durchführung einer Wertstromanalyse mit bereichsübergreifendem Kernteam Aufbau eines visuellen Produktionsboards Umsetzung von SMED-Workshops an den Verpackungslinien Schichtleiter und Linienverantwortliche waren nur begrenzt eingebunden Verantwortung für Verbesserungen lag stark beim Projektteam Maßnahmen (z. B. aus SMED) drohten im Alltag an Wirkung zu verlieren Es fehlte eine klare Routine, um den erreichten Zustand nachhaltig zu sichern Ziel war es, genau diese Lücke zu schließen: Dafür wurde der Workshop „Gemba und Sprint“ gezielt als nächster Schritt innerhalb der laufenden Initiative eingesetzt. Schichtleiter und Linienverantwortliche stärker in die Initiative einbinden Verantwortung für Verbesserungen in die Linie bringen Eine strukturierte Routine für kontinuierliche Verbesserung etablieren

Branche

Produktion / Verpackungslinien

Vorgehen

  • Einführung in Gemba Walk und Lean-Verschwendungsarten
  • Vermittlung von Beobachtungs- und Fragetechniken im Prozess
  • Durchführung eines gemeinsamen Gemba Walks an den Verpackungslinien
  • Strukturierte Auswertung der Beobachtungen (Brainwriting)
  • Priorisierung der Potenziale nach Nutzen und Umsetzbarkeit
  • Ableitung konkreter Maßnahmen
  • Aufbau eines PDCA-Boards zur Steuerung der Maßnahmen
  • Klare Zuweisung von Verantwortlichkeiten
  • Start der Umsetzung direkt im Workshop

Ergebnis

Besonders wichtig: Die Verantwortung für Verbesserung verlagerte sich vom Projektteam in die Linie. Deutlich mehr umgesetzte Maßnahmen im Alltag Nachhaltige Stabilisierung von 5S an den Linien Etablierte, regelmäßige Gemba Walks durch die Führungskräfte Schnellere Problemlösung im operativen Prozess Sichtbarere und aktivere Rolle der Führungskräfte im Shopfloor Höhere Einbindung und Motivation der Mitarbeitenden

Nächster Schritt

Die erarbeiteten Maßnahmen wurden über das PDCA-Board weiterverfolgt. In den folgenden Monaten: Heute wird der Ansatz im Unternehmen selbstständig weitergeführt und als fester Bestandteil der Verbesserungsarbeit genutzt. Regelmäßige Reviews zur Umsetzung Kontinuierliche Durchführung von Gemba Walks Eigenständige Anwendung der Methode durch die Führungskräfte

Poster und Workshopeinblicke

Was im Format sichtbar und bearbeitbar wird

Visualisierungen und Poster dienen hier nicht als Dekoration. Sie helfen dabei, Prozess, Ursache, Maßnahmen oder Transferlogik gemeinsam entscheidbar und anschlussfähig zu machen.

Poster zum Workshop Gemba und Sprint mit Lean-Meets-Agile-Einordnung.

Methodenbild

Das Poster macht den Charakter des Formats als Verbindung aus Gemba, Fokus und kurzer Umsetzungslogik sichtbar.

Auf der Übersichtsseite dient das Poster als Format-Teaser; der Detaileinstieg bleibt bewusst mit einem realen Live-Bild verankert.

FAQ

Häufige Fragen zum Format

Wann ist dieser Workshop der richtige Einstieg?

Wenn schnell sichtbare Verbesserungen im Prozess erreicht werden sollen und gleichzeitig eine strukturierte Vorgehensweise für Gemba Walks aufgebaut werden soll, ist dieser Workshop der richtige Einstieg.

Was unterscheidet diesen Workshop von einer klassischen Prozessanalyse?

Der Fokus liegt nicht auf einer vollständigen Analyse, sondern auf direkter Umsetzung. Potenziale werden im Prozess identifiziert und unmittelbar in Maßnahmen überführt.

Wie schnell sehen wir Ergebnisse?

Erste Maßnahmen werden bereits im Workshop umgesetzt. Zusätzlich liegt ein priorisierter Maßnahmenplan vor, der direkt weiterverfolgt werden kann.

Können wir danach selbstständig weiterarbeiten?

Ja. Ziel ist es, dass das Team Gemba Walks eigenständig durchführen und Maßnahmen strukturiert umsetzen kann. Eine Begleitung ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich.

Passende nächste Schritte

Verwandte Formate und sinnvolle Anschlusswege

Je nach Lage schließt an dieses Format entweder ein benachbarter Workshop, die strategische OpEx-Perspektive oder ein Ausbildungspfad an.

Arbeitsplätze sichtbar ordnen und standardsicher machen

5S-Workshop

Für Arbeitsbereiche, Lager oder Linien, in denen Unordnung, Suchzeiten und fehlende Standards Leistung, Sicherheit und Verlässlichkeit bremsen.

  • Lage: unübersichtliche Arbeitsplätze, Suchzeiten, fehlende Stellplätze und Standards
  • Nutzen: strukturierter Bereich, Auditlogik und sichtbare Verankerung im Alltag
  • Rahmen: 3 bis 5 Tage je nach Bereich

Abweichungen, Aufgaben und Fortschritt sichtbar steuern

Visual Management Workshop

Für Bereiche, in denen Aufträge, Abweichungen oder Maßnahmen im Alltag nicht transparent genug gesteuert werden und ein nutzbares Board-System fehlt.

  • Lage: fehlende Transparenz, späte Reaktion auf Abweichungen, unklare Prioritäten
  • Nutzen: visuelle Steuerung mit echter Nutzung in Daily und Review
  • Rahmen: 3 bis 5 Tage je nach Bereich

Konkrete Probleme strukturiert lösen und direkt umsetzen

Kaizen-Workshop

Für Teams, die ein konkretes Prozessproblem strukturiert lösen und nicht in abstrakten Diskussionen oder isolierten Einzelmaßnahmen hängen bleiben wollen.

  • Lage: konkretes Problem, viele Ideen, aber keine fokussierte gemeinsame Lösung
  • Nutzen: gemeinsame Problemlogik, priorisierte Maßnahmen und direkte Umsetzung
  • Rahmen: 3 bis 5 Tage je nach Problemumfang

Workshop-Anfrage

Dieses Format passend auswählen und anfragen

Im Gespräch klären wir, ob dieses Format wirklich zur Lage passt, wie es zugeschnitten werden sollte und wie ein sinnvoller nächster Schritt danach aussieht.

  • Geeignet für schnelle sichtbare Verbesserungen direkt am Shopfloor
  • Verbindet Gemba Walk, Priorisierung und erste Umsetzung in einem Format
  • Schafft die Grundlage für eine wiederkehrende Verbesserungsroutine mit Führung vor Ort